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Wissen ist Macht – macht Wissen gesund?

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43 Prozent der Erwachsenen in Deutschland bezeichnen sich selbst als "Gesundheitsauskenner", bescheinigen sich also selbst eine gute oder sehr gute Gesundheitskompetenz. Das zeigt eine Studie, für die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Januar 2018 im Auftrag der TK einen bevölkerungsrepräsentativen Querschnitt der Erwachsenen in Deutschland zu ihrem Gesundheitswissen befragt hat.

Als „Gesundheitskompetenz“ bezeichnet man die Fähigkeit, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, für sich zu bewerten und auf deren Grundlage Entscheidungen treffen zu können.

77 %

der Erwachsenen in Deutschland nutzen Onlineangebote, um sich über Gesundheit zu informieren. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass für fast ein Viertel der Menschen, das Internet keine relevante Quelle ist.

Dr. Google und Krankenkassen liegen vorn

95 Prozent derer, die im Netz nach Gesundheitsinformationen suchen, steuern zuerst die Eingabemaske einer Suchmaschine an. Auf dem zweiten Platz liegen Informationsangebote der Krankenkassen (45 Prozent), dicht gefolgt von Gesundheitsportalen (44 Prozent) und staatliche n Online-Angeboten wie dem der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (43 Prozent). Nur einer von vier Erwachsenen in Deutschland informiert sich in sozialen Netzwerken.

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Fragt man diejenigen, für die das Netz keine relevante Informationsquelle ist, nach den Gründen, sagen sieben von zehn Befragten, dass sie kein Vertrauen in Online-Informationen haben. 76 Prozent der Erwachsenen haben Probleme, seriöse von unseriösen Quellen zu unterscheiden. Die Digitalisierung sorgt also dafür, dass immer mehr Wissen immer leichter zugänglich ist. Aber gerade die Menge macht es vielen Menschen schwer, sich im Informationsdschungel zurecht zu finden.

Digitalisierung bringt bessere Versorgung

Dabei sind informierte Patientinnen und Patienten wichtiger als je zuvor. Denn die Digitalisierung ist weit mehr als nur eine Maßnahme auf dem Weg in ein papierloses Gesundheitssystem. Sie verbessert die medizinische Versorgung, da viel mehr Behandlungsverläufe ausgewertet werden können und Medizinwissen schneller in die Praxen kommt. Und Digitalisierung demokratisiert das Gesundheitssystem, weil Betroffene erstmals alle Informationen zu ihrer Gesundheit zur Verfügung haben.

Medienkompetenz ist Gesundheitskompetenz

Damit die Digitalisierung des Gesundheitswesens gelingt, ist es wichtig, nicht nur in die Entwicklung digitaler Anwendungen, sondern auch in entsprechende Informationsangebote zu investieren. Nur der informierte Mensch, der sogenannte Homo Digivitalis, wird sich im digitalen Gesundheitswesen zurechtfinden und die Chancen, die die digitale Transformation bietet, für sich nutzen können.

Dabei geht es nicht nur darum, wie digitale Devices technisch funktionieren, sondern vor allem darum, die angebotenen Inhalte für sich einzuordnen und nutzbar zu machen. Betroffene brauchen nicht nur verständliche Informationen zu Diagnosen, sie müssen auch wissen, wie sie Daten verwalten und wem sie wie Zugriff gewähren. Als gesetzliche Krankenversicherung ohne Gewinninteresse ist die TK der beste Partner ist, um ihre Versicherten in Zeiten der digitalen Transformation des Gesundheitswesens zu unterstützen.

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