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Von der Idee zur TK-Leistung

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Es gibt unterschiedliche Wege, wie Innovationen zu den TK-Versicherten kommen. Dafür arbeiten hauptamtliche TKlerinnen und TKler auch mit den ehrenamtlichen Verwaltungsräten zusammen. Im Interview erläutern Verwaltungsratsmitglied Helmut Fitzke und Mandy Kettlitz aus dem Geschäftsbereich Versorgungsinnovationen wie sie neue zukunftsweisende Ideen erfolgreich in das Gesundheitswesen bringen.

Herr Fitzke, Sie engagieren sich im sozialpolitischen Ausschuss des TK-Verwaltungsrats. Was tun Ehrenamtliche für TK-Innovationen?

Helmut Fitzke Für Innovationen gibt es verschiedene Wege zu den Versicherten. Einer davon sind die Satzungsleistungen. Wir Verwaltungsräte können die Satzung ändern, also zusätzliche Leistungen ergänzen oder verbessern, und tun das auch immer wieder. Der Sozialpolitische Ausschuss bereitet diese Entscheidungen vor, prüft also geplante Satzungsänderungen und spricht eine Empfehlung für die Abstimmung im Verwaltungsrat aus.

„Neue Leistungen müssen das Angebot für die Versicherten deutlich verbessern – aber auch bezahlbar sein.“

Helmut Fitzke, Sozialpolitischer Ausschuss

Haben Sie Beispiele für Ihre Arbeit?

Fitzke Wir haben beispielsweise die Kostenübernahme von Reiseimpfungen auf den Weg gebracht und eine innovative Insulinversorgung bei Diabetes. Ganz neu ist eine Online-Sehschule für Kinder.

Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, welche Leistungen für eine Satzungsleistung in Frage kommen?

Fitzke Neue Leistungen müssen das Angebot für die Versicherten deutlich verbessern – aber auch bezahlbar sein. Als Verwaltungsräte sind wir schließlich auch für einen sorgsamen Umgang mit den Beiträgen unserer Mitglieder verantwortlich.

So stellt die Selbstverwaltung die Weichen für Innovationen

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Ehrenamtliche entscheiden über Satzungsleistungen der Techniker Krankenkasse.

„Neue Produkte müssen sicher sein. Dennoch muss der Gesetzgeber einen schnelleren Weg schaffen, damit Innovationen eine Chance auf dem Gesundheitsmarkt haben.“

Mandy Kettlitz, Bereich Versorgungsinnovation

Frau Kettlitz, Sie kümmern sich hauptamtlich darum, dass neue Ideen die TK-Versicherten erreichen. Wie gehen Sie da vor?

Mandy Kettlitz Uns erreichen jeden Tag viele Vorschläge für neue Produktideen. Für eine systematische Prüfung, ob sie unseren Versicherten einen Mehrwert bieten, haben wir das TK-Innovationsportal geschaffen. Hier können Start-ups, aber auch etablierte Unternehmen ihre Ideen beschreiben und die Vorteile schildern. Anschließend prüfen wir das Potenzial mit den Experten in unserem Haus und gehen in den Dialog.

Gesundheits-Apps sind ein boomender Markt. Wird das Potenzial ausreichend genutzt?

Kettlitz Die Tinnitus-App „Tinnitracks“, der digitale Symptom-Checker „Ada“ oder die App für Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen „Neolino“ – die TK setzt sich dafür ein, dass diese Anbieter auf dem Markt Fuß fassen konnten. Gerade vielversprechenden Gründern helfen wir mit unserem Know-how, einen Weg in den sehr stark regulierten Gesundheitsmarkt zu finden.

Was kann die Politik dazu beitragen?

Kettlitz Neue Produkte müssen sicher sein. Dennoch muss der Gesetzgeber einen schnelleren Weg schaffen, damit Innovationen eine Chance auf dem Gesundheitsmarkt haben. Gründer haben einfach nicht die finanziellen Mittel, um die derzeit notwendigen langjährigen Nutzenbewertungsverfahren für den regulären Gesundheitsmarkt durchzuhalten.

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Mandy Kettlitz beschäftigt sich im Schwerpunkt mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Dabei geht es der Gesundheitsökonomin um die adäquate Förderung digitaler Innovationen und Veränderung der Rahmenbedingungen zum Zugang dieser ins Gesundheitssystem. In ihrer Freizeit findet man sie häufig am Meer beim Kitesurfen.

Mehr Informationen über die Arbeit des ehrenamtlichen TK-Verwaltungsrats gibt es unter www.tk.de/verwaltungsrat

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